Schön sie zu sehen

Augengesundheit & Vorsorge: Das können Sie für Ihr gutes Sehen tun!

Unsere Augen sind ein ganz besonderes Organ. Im engen Zusammenspiel mit unserem Gehirn lassen sie uns unsere Umwelt erleben wie kein zweites unserer Organe. Das erlebt jeder auf seine ganz individuelle Weise. Selbst wenn wir die gleichen Dinge betrachten, nehmen wir unsere Umwelt unterschiedlich wahr: Jeder Mensch sieht anders! Nicht nur bezogen auf die persönliche Sehleistung. Wir sehen die Dinge so, wie wir sie sehen wollen – beruhend auf Präferenzen, Erfahrungen und Erinnerungen. Man sagt, dass wir 80 Prozent der Eindrücke über unseren Sehsinn wahrnehmen.

Doch noch mehr: Augen werden aus gutem Grund der Spiegel unserer Seele genannt. Sie spiegeln auch wieder, wie es uns geht: ob wir fröhlich, sorgenvoll, gestresst, müde oder traurig sind. Dies beeinflusst sogar unser Sehen. Gehen wir gestresst zum Sehtest, wird das Ergebnis ein anderes sein, als wenn wir unsere Sehleistung entspannt und mit guter Laune überprüfen lassen.

Das Sehen hat sich in unserer modernen Welt verändert

Wir sehen heute anders. Durch unsere Tätigkeiten vor Bildschirmen wie PCs, Laptops, Smartphones, Tablets oder auch dem Fernseher „starren“ wir mehr als früher viele Stunden immer in dieselbe Sehentfernung. Wenn wir viele Stunden des Tages nur in eine bestimmte Sehentfernung schauen, kann dies für unsere Augen anstrengend sein und wir spüren am Abend eine Übermüdung, Kopfschmerz oder Verspannungen in Rücken und Nacken.
Die Wirkung von Sehtraining ist bei Fachleuten umstritten. Es ist allerdings empfehlenswert, wenn man lange Zeit in nahe Entfernungen blickt, die Augen immer mal wieder den Tag über zu entspannen. Dies erreicht man, wenn man regelmäßig und bewusst Sehentspannung betreibt. Konkret: Schauen Sie, ohne etwas Bestimmtes zu fokussieren, regelmäßig in die Ferne. Man sagt, fünf Minuten pro Stunde!

Wie für den gesamten Organismus sind auch Bewegung, frische Luft, viel Tageslicht und eine gesunde, ausgewogene Ernährung für die Leistungsfähigkeit unserer Augen wichtig. Achten Sie darauf, genügend Wasser während des Tages zu sich zu nehmen. Eine unausgewogene Ernährung (zu viel Säure und vitalstoffarm), Rauchen, die häufige Einnahme von Medikamenten gepaart mit zu wenig Bewegung sind auch für unsere Augen nachteilig. Durchblutungsstörungen gelten mittlerweile als Hauptursache von Augenkrankheiten. Zu starke direkte Sonneneinstrahlung kann Ihren Augen schaden. Beugen Sie vor – Ihre Augen werden es Ihnen danken.

So bleiben Ihre Augen gesund

Unsere wichtigsten Sinnesorgane sollten wir hegen und pflegen. Darum sind einige Dinge unbedingt zu beachten
Das Auge ist vielen Umweltreizen ausgesetzt – Staub, UV-Strahlen, Fremdkörper und vieles mehr. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, was unseren Augen gut tut und was ihnen eher schadet. Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengetragen.

Unsere Augen sind das Fenster zu einer wahrhaft bunten Welt. Augen schenken uns das Lächeln eines Kindes, die Faszination der Kunst und die unbeschreibliche Schönheit unseres Planeten. Was Größe, Zuverlässigkeit, optische Leistung, die Anpassung an wechselnde Lichtverhältnisse, Energieverbrauch und Haltbarkeit angeht, stellen unsere Augen selbst die modernste Kamera der Welt in den Schatten. Da versteht es sich eigentlich von selbst, den Augen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Deshalb hier ein Überblick über die Do’s und Dont’s bei unseren Augen:

  • Vorsorgeuntersuchungen
    Schon von Geburt an sollte man den Augen besondere Aufmerksamkeit schenken. Das gilt insbesondere für Frühgeburten und Kinder, deren Geschwister schielen oder fehlsichtig sind. Zwischen dem 6. und 12. Monat sowie zwischen dem 30. und 42. Monat sollte jedes Kind von einem Augenarzt untersucht werden. Kinder, die von da an eine Brille tragen müssen, sollten weiterhin zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen.
  • Motorisierte Verkehrsteilnehmer sollten einmal jährlich die Sehschärfe, das Gesichtsfeld, Dämmerungs- und Farbsehen sowie die Blendungsempfindlichkeit überprüfen lassen.
    Die Glakom-Vorsorge gilt für alle Menschen ab dem 40. Lebensjahr, bei Risikopatienten gar ab dem 20. Lebensjahr. Vorzugsweise alle zwei Jahre. Ab dem 55. Lebensjahr sollte dann regelmäßig – am besten einmal jährlich – eine Untersuchung der Netzhautmitte stattfinden, um frühzeitig eine eventuelle altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) zu diagnostizieren. Raucher oder Menschen, die sich gerne und lange in der Sonne aufhalten, sind hier gefährdeter.
  • UV-Schutz
    Wer sich zu lange ungeschützt der Sonne aussetzt, riskiert einen Sonnenbrand, das weiß heute jedes Kind. Was aber viele nicht wissen: Auch auf der Hornhaut des Auges kann es zu einem Sonnenbrand kommen, eine so genannte „Schneeblindheit“ oder „Verblitzung“ kann entstehen. In diesen Fällen liegen Nervenenden frei. Die Folgen sind starke Schmerzen, extreme Lichtempfindlichkeit sowie brennende, gerötete und tränende Augen. Mitunter kann es zu Sehstörungen kommen. Auf Dauer kann die UV-Belastung zu einer Bindehautverlederung und Grauem Star sowie erhöhtem Risiko einer Makula-Degeneration führen. Wichtig deshalb:
    Sonnenbrillen, die das UV-Licht optimal filtern. Ideal sind Sonnenbrillen, die über den so genannten Breitbandschutz UV-400 verfügen. Damit ist garantiert, dass die Sonnenbrille alle gefährlichen Wellen im ultravioletten Bereich abblockt. Tipp: Große Brillengläser sind besser als kleine, da bei ihnen von oben und seitlich noch Licht eindringen kann. Sonnenbrillen sind ein absolutes Muss beim Cabriofahren, bei Inlineskaten und Radfahren.
  • Frischluft
    Sie tut nicht nur der Lunge, dem Herzen und den Gefäßen gut. Auch die Hornhaut der Augen holt sich ihren Sauerstoff direkt aus der Luft. Grund: Sie besitzt keine eigene Sauerstoffversorgung. Wer in einem stickigen Raum sitzen muss, sollte seinen Augen öfter frische Luft gönnen. Zudem sollten Dauer-Kontaktlinsenträger von Zeit zu Zeit einen „Brillentag“ einlegen, damit das Auge sich erholen kann.
  • Computer
    Studien haben es mittlerweile eindeutig nachweisen können: Bildschirmarbeit trocknet die Augen aus, weil wir bei der angestrengten Arbeit am PC sehr viel weniger blinzeln. Gönnen Sie daher Ihren Augen bei der Arbeit am Bildschirm regelmäßig eine Pause. Schauen Sie in die Ferne, schließen Sie ab und zu die Augen, oder blinzeln Sie bewusst. Auch Augen-Yoga – siehe unsere Sehtraining-Tipps - können Ihre Augen entspannen. All das verteilt den schützenden Fettfilm auf dem Auge am besten.
  • Hygiene
    Die Augen sitzen im Körper. Klar. Das heißt aber auch: Bevor man sich in die Augen fasst oder reibt, möglichst die Hände waschen.
  • Kosmetik
    Wer seine Augenpartie schminkt, sollte ausschließlich allergiegetestete und konservierungsfreie Kosmetika benutzen. Augenreizende Produkte greifen den Fettfilm auf der Hornhaut an. Abends möglichst nicht vergessen, Wimpern und Lider von Wimperntusche, Kajal und Lidschatten befreien.
  • Augencremes
    Wer eine Augencreme benutzt, sollte sich eingehend beraten lassen, denn die Produkte dürfen keine so genannten Kriechöle enthalten. Denn diese Öle können den Tränenfilm aus der Balance bringen und zu Allergien führen. Gesichtscreme möglichst nicht direkt am Auge verwenden.
  • Fremdkörper
    Fremdkörper können die schmerzempfindliche Hornhaut verletzen und zu Entzündungen des Augeninneren führen. Achtung: Wenn ein Fremdkörper die Hornhaut durchschlägt, schließt sie sich wieder. Äußerlich ist dann keine Verletzung zu erkennen. Wenn man dann aber reibt, kann es zu kleinen Verletzungen und Abschürfungen kommen. Also auf jeden Fall zum Augenarzt gehen. Dieser entfernt gegebenenfalls den Fremdkörper und verschreibt entzündungs- und schmerzstillende Medikamente.
  • Verätzungen und Verbrennungen
    Verätzungen werden am häufigsten durch Säuren oder Laugen verursacht, die sich beispielsweise in Kalk oder Haushaltsreinigern befinden. Die Bindehaut oder Hornhaut des Auges kann direkt geschädigt werden. Das Auge muss sofort gespült werden, um die Substanzen aus dem Auge herauszuwaschen bzw. zu verdünnen. Falls keine sterile Augenspüllösung zur Verfügung steht, am besten ersatzweise mit Trink- oder Leitungswasser spülen. Danach sofort den Augenarzt aufsuchen!

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